Das komplexe und umfangreiche Bewertungsverfahren wurde von der GfK Nürnberg zusammen mit Kunden der Außenwerbung entwickelt. Der G-Wert gibt für eine Werbefläche an, wie viele Passanten pro Stunde sich an ein durchschnittlich aufmerksamkeitsstarkes Plakat erinnern konnten.
Basis des Modells sind Verkehrszählungen, Erinnerer-Anteile sowie zahlreiche Wahrnehmungsparameter wie Winkel zu den Verkehrsströmen, Sichtbehinderung, Beleuchtung, Häufung und Verkehrsanlagen. Die Verkehrszählungen erfolgen für die unterschiedlichen Passantengruppen Fußgänger, Fahrzeuginsassen und Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Anzahl der Passanten wird für die durchschnittliche Stunde eines Werktages in der Zeit von 7.00 bis 19.00 Uhr ermittelt.
Die Erinnerer-Anteile werden über ein Berechnungsmodell aus den Ergebnissen eines Wiedererkennungstests festgestellt. Aus diesen Tests lassen sich die Wirkungsfunktionen der verschiedenen Wahrnehmungsparameter ableiten. Die Wirkungsfunktionen zeigen den Zusammenhang zwischen den Ausprägungen der Wahrnehmungsparameter und der Erinnerungsleistung.
Zur Ermittlung des G-Wertes werden die Summe der Passanten mit ihrem Erinnerer-Anteil multipliziert. Da die Ergebnisse Eigentum des Auftraggebers sind, stehen sie teilweise nicht für andere Plakatkunden zur Verfügung.